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Pfaff-Pforte-Realisierungswettbewerb

  • Bauweise: Bestand: massiv/Entwurf: Mineralwerkstoffplatten
  • Standort: Kaiserslautern

Willkommen im Quartier der Zukunft!

Genau dieses Motto will der Entwurf vermitteln. Eine modern futuristische Bürostruktur kann mit vielschichtigen Ausstellungsmöglichkeiten kombiniert werden, auch im Hinblick auf eine dauerhafte Nutzung. Der Identifikationspunkt Pfaff-Pforte soll bestehen bleiben, aber auch weiter gedacht werden.

Die ehemalige Pförtnerloge mit Lohnbüro sollen auf unbestimmte Zeit Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Planungen rund um das Pfaffgelände werden. Sie nehmen eine zentrale Rolle im Hinblick auf die weiteren Entwicklungen ein. Dieses Thema greift der Entwurf auf und entwickelt mit den flexiblen Einbauboxen eine lineare Dynamik, welche sich von dem Gebäude aus fächerartig auf das Pfaffareal ausrichtet und durch die in der Höhe ansteigenden Einbauten neue Achsen schafft. Die aus dem Gebäudebestand vordefinierten Achsen sollen in ihrer Verlängerung auch die Weite des Areals symbolisieren. Dabei wurde darauf geachtet, dass keiner der Entwurfskörper Kontakt zu den Bestandswände hat. Damit werden einer späteren Nachnutzung alle Optionen erhalten. So können die Kuben und der für die haustechnischen Installationen vorgesehene Hohlraumboden wieder problemlos zurückgebaut werden und die Pforte befindet sich wieder in ihrem Ausgangszustand.
Die Bürokuben lassen sich in zwei Zonen einteilen. Ein öffentlicher Bereich, der die Erweiterung der Lobby ausbildet und ein privater Bereich, der die Büronutzung beinhaltet. Grundgedanke ist es, die Pforte als eine Art „Katalysator“ auszubilden: Durch betreten der Lobby wird man in das Thema „Pfaff-Areal“ eingeführt, hier finden sich technische Hilfsmittel wie Monitore und VR-Brillen. Vertieft wird das Thema im hinteren Ausstellungsbereich, der durch einen vergrößerten Durchbruch zwischen den Gebäudeteilen erschlossen wird. Hier werden in musealer Form Pläne, Bilder, Visualisierungen oder auch das Modell des Areals in ausgeprägter Darstellungstiefe ausgestellt und erläutert. Im öffentlichen Besprechungsraum können Präsentationen, Vorträge und Veranstaltungen stattfinden, die den Besucher mit konkreten Informationen zu einzelnen Themenfeldern versorgen. Von diesem Raum gibt es bereits direkte Blickbeziehungen in das Areal. Über den nördlichen Ausgang hat der Besucher dann die Möglichkeit, das Areal selbstständig zu erkunden.
Der Veranstaltungsraum ist variabel konzipiert, so dass der Besprechungskörper an den Hauptseiten geöffnet werden kann. So wird die Veranstaltungs- und Austellungsfläche maximiert und bis zu 100 Personen finden nun im erweiterten Saal Platz. Die glatten und teilweise tranzluszenten Corianoberflächen der Einbaaukörper eignen sich perfekt als Präsentationsfläche für Bilder und Videos, aber auch für Lichtspiele.
Da sich die Bürofläche einem Open-Space-Konzept bedient, ist auch diese vielfältig wandelbar. Je nach Arbeitssituation können die Schreibtische frei angeordnet werden. Es kann in Gruppen, aber auch einzeln gearbeitet werden. Die eingelassenen Bodensteckdosen ermöglichen eine komplett freie Anordnung.
Haustechnisch wird ein Anschluss an das Fernwärmenetz angestrebt, wo über einen Wärmetauscher die Beheizung über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung stattfindet. Die Verteilung liegt im Doppelboden, die Technik befindet sich im Untergeschoss.
Auf dieser Grundlage sind alternative Nutzungen als Galerie, Dauerausstellung oder für Vorträge denkbar. Aber auch ein Vermietung für Abendveranstaltungen ist möglich.